Sand-Mandala von Buddha Chenrezig, dem Buddha des Mitgefühls

mit Lama Tendar und Lama Singi

Lama Tendars Mandala Beginn: täglich von ca. 10 Uhr bis 13 Uhr und 15 Uhr bis 18 Uhr
Einlass: 10:00 Uhr
Dauer: von 03.10.10 bis 10.10.10
Ort: Foyer
Anfahrt zum LCC Sulzbach-Rosenberg
Eintritt: frei

Fertigstellung des Sand-Mandalas

Am Sonntag, 10.10., ab 10.00 Uhr, wird das Sandmandala im Laufe des Tages fertig gestellt. Alle Interessierte sind herzlich eingeladen, die Vollendung mitzuerleben. Nach der offiziellen Verabschiedung, ca. 17:00 Uhr, wird das Sandmandala in einer Puja-Zeremonie von Lama Tendar und Lama Singi  zerstört, um die Vergänglichkeit des Seins darzustellen. Anschließend wird der Mandalasand nach buddhistischer Tradition an ein fließendes Gewässer, der Bach im Stadtpark von Sulzbach-Rosenberg, mit einem Laternenumzug übergeben. Er trägt den gesegneten Sand und die Gebete weiter über die Vils, Naab und Donau bis in das Schwarze Meer.

Die Polarität des Mitgefühls in der Herzensliebe vereint

Um universelles Mitgefühl wirklich verstehen zu können, müssen wir ein bisschen in die Welt des Buddhismus hineinschauen.
„Guan Yin“ ist der weibliche Boddhisatva des Mitgefühls. Ein Boddhisatva ist ein erleuchtetes Wesen das mit bedingungsloser Liebe zum Heil aller fühlenden Lebewesen beiträgt, um aus dem endlosen Kreislauf von Samsara also der Reinkarnation sprich Wiedergeburt zu befreien. Die Wiedergeburt wird uns ermöglicht um in all den verschiedenen Leben, die Erleuchtung, die Vollkommenheit wieder zu erlangen, dass gut zu machen was wir unseren Mitlebewesen an Leid zugefügt haben. Es sind Schritte die wir tun mussten um das universelle Mitgefühl verstehen und um die Herzensliebe wieder zu erlernen. Ein Sprichwort sagt: „Aus Erfahrung wird man klug“.

Kwuan-Yin_230 Buddha Chenrezig
Guan Yin
die weibliche Form des Mitgefühls/ China                   
Buddha Chenrezig
die männliche Form des Mitgefühls/ Tibet

Betrachten wir den Namen, Guān ist das Schriftzeichen für „betrachten, anschauen, einen Blick auf etwas werfen“, oder „Anschauung, Ansicht“,  Yīn ist „Ton, Laut, Schall“. Der Name ist die Kurzform von Guānshìyīn und bedeutet „die Töne der Welt wahrnehmend“.

Am Anfang der Zeiten lebte Guān Yīn mit allen Geschöpfen auf der Erde. Sie zeigte ihnen, wie sie leben mussten und wie sie mit anderen umgehen sollten. Unter ihrer Vormundschaft lebten alle glücklich zusammen.

Die männliche Form dieses Boddhisatvas des Mitgefühls ist Avalokiteshvara oder auch Buddha Chenrezig, so wird er in Tibet genannt. Avalokiteshvara gilt im tibetischen Buddhismus als die Verkörperung des Mitgefühls der Buddhas aller Zeiten. Sein Anrufungsmantra lautet „Om mani padme hum“ – „Juwel in der Lotusblüte“. Avalokiteshvara heißt wörtlich übersetzt „der Herr, der (die Welt) betrachtet“. Nach aktuellem Forschungsstand lautete der Name jedoch ursprünglich Avalokitasvara, zusammengesetzt aus avalokita und svara „Klang, Ton“, also „Wahrnehmer der Töne“ (gemeint: Hörer der Klagen der leidenden Lebewesen). Das entspricht genau der chinesischen Übersetzung Guan Yin´s.