Tibet - Wo der Himmel die Erde berührt
Multivisionsreportage mit Prof. Dr. Franz Josef Röll
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Beginn: | Sonntag, 03.10.10, 19:00 Uhr | ||
| Einlass: | 18:00 Uhr | |||
| Dauer: | ca. 3 Stunden | |||
| Ort: | Foyer Anfahrt zum LCC Sulzbach-Rosenberg |
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| Eintritt: | Vorverkauf: EUR 10,00 - Abendkasse: EUR 12,00 |
Die Reiseroute folgt vier verschiedenen (Himmels-) Richtungen, um jeweils in das Zentrum der tibetischen Kultur, nach Lhasa (tibetisch: Heiliges Land) zu gelangen.
Die Chengdu-Route erwies sich als äußerst gefährliches Unterfangen. Bergrutsche, Überschwemmungen, Steinschläge und vom Hochwasser weggerissene Brücken, machten augenscheinlich deutlich, weshalb diese Route lange Zeit für Reisende gesperrt war. Bereits kurz nach Chengdu kommt man nach Kangding, das zum tibetischen Ursprungsgebiet gehört, das so genannte innere Tibet.
Die Shangri-La-Route verblüfft mit spektakulären Schluchten und faszinierenden Flußverläufen. Ausgangspunkt dieser Route ist Zhongdian, das inzwischen in Shangri La umgenannt wurde. In frühen buddhistischen Schriften wird der Ort Shambala als Quelle der Weisheit genannt und zugleich gilt Shambala in den alten östlichen Legenden als Symbol für ein versteckt liegendes Paradies. Samye, das älteste Kloster Tibets aus dem 8. Jahrhundert liegt in einer von Sanddünen geprägten Landschaft. Seine Architektur symbolisiert das Abbild des Universums.
Die Golmud-Route vermittelt einen Einblick über die Weite des Landes. Sie führt entlang der neu gebauten Eisenbahn nach Lhasa, ein Wunderwerk der Technik und zugleich ein deutliches politisches Signal, Tibet näher an China heranzuholen bzw. der chinesischen Bevölkerung die Chance zu geben, sich in Tibet anzusiedeln. Die nomadische Lebenskultur der Tibeter lässt sich auf dieser Route sehr eindringlich kennen lernen. Nach Überwindung des Kunlun-Passes (4.849) erreicht man das tibetische Hochplateau. Die für Tibet charakteristische Hochlandsteppe lässt sich hier eindrucksvoll erleben. Hier scheint der Himmel die Erde zu berühren.
Die Nordroute der Kailash-Tour sowie die Umwanderung des heiligen Berges Kailash, bildeten den Höhepunkt der Recherchen. Bei der Nordroute wird der Transhimalaya überquert, ständig wechselt die Landschaft, Heisse Geysire, türkisblaue Seen, wüstenähnliche Landschaften und sogleich wieder Schneeberge vermitteln intensive Naturerfahrungen. Beispiellos und in seiner Art einzigartig ist ein Ausflug durch den Sutlej-Canyon zum ehemaligen Guge-Königtum, das im 11 JH gegründet wurde. Ungesehene Landschaften begegnen dem Reisenden, Natur verschmilzt mit Kultur.
Bei der Diaschau geht es nicht nur um eine äußere Reise, sondern auch um eine innere Reise. Die Kultur und Spiritualität des Landes wird beispielhaft anhand der hier beschriebenen Routen vermittelt.
Aufwändige Tonmontagen sind mit einer audiovisuellen Gestaltung (multimedialer Überblendtechnik) verknüpft. In diesen Passagen verschmelzen Klangbilder und Bildklänge zu einer synthetischen Einheit.
Der Live-Kommentar wird mit einem Daten-Beamer und digitalen Fotos präsentiert. Die Stärke der Diafotografie wird mit der digitalen Fotografie verknüpft.
Prof. Dr. Franz-Josef Röll
Jahrgang 1949, kaufmännische Lehre, Buchhalter bei einer Steuerberatungsgesellschaft, 2. Bildungsweg. Studium der Soziologe (Diplom) und außerschulischen Pädagogik und Erwachsenenbildung (Diplom) an der Goethe-Universität in Frankfurt.
Mehrjährige ehrenamtliche Aktivität im Jugendverbandsbereich.
Jugendbildungsreferent bei der DLRG-Jugend Hessen (drei Jahre), Bildungsreferent beim Institut für Medienpädagogik und Kommunikation in Frankfurt (16 Jahre).
Promotion über Mythen und Symbole in populären Medien an der Universität Bielefeld.
Seit 1. September 1999 Professur an der Hochschule Darmstadt, FB Gesellschaftswissenschaften und Soziale Arbeit, Schwerpunkt: Neue Medien und Medienpädagogik.
Bei seinen Multivisionsschauen legt Prof. Dr. Röll besonderen Wert auf die Tonarbeit, so dass die Zuschauer die Bilder wie Klänge empfinden und die Klänge zu Bildempfindungen führen. So verschmelzen künstlerische Audiovision und Überblendungen zu zusätzlichen visuellen Effekten. Sein Anliegen ist es, bei den Zuschauern die Sensibilität für den Reichtum der Kulturen anderer Völker zu wecken.
www.franz-josef roell.de

